Wann ist Kinesiotaping nicht geeignet?

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Trotz der flexiblen Einsatzmöglichkeiten der Kinesiotapes gibt es körperliche Beschwerden und Verletzungen, bei denen sich die Anwendung der Tapes nicht eignet. Unabdingbare Kontraindikationen sind unter anderem die Venenthrombose, Krampfadern und Tumore. Auch bei Fieber mit ungeklärter Ursache sollten Kinesiotapes nicht angewandt werden.

Kinesiotaping bei ungeklärten Beschwerden

Wie es auch bei allen anderen therapeutischen Maßnahmen der Fall ist, sollte das Kinesiotaping nur angewandt werden, wenn bereits eine Diagnose durch den Arzt gestellt wurde. Damit auch optimale Heilungschancen bestehen, ist die Lokalisierung der Schmerzursache von entscheidender Bedeutung.

Taping bei offenen Wunden

Eine gesunde Haut ist ebenfalls notwendig, damit die Kinesiotapes optimal wirken können und halten. Daher sollten Tapes nur auf stabilen und unversehrten Hautpartien angebracht werden. Bei nässenden, offenen und entzündeten Wunden ist von einer Therapie durch Kinesiotapes abzuraten. Bei kleineren Schnitten, Kratzern oder auch bei leichten Schürfwunden ist jedoch keine Beeinträchtigung durch die Tapes zu prognostizieren. Grundsätzlich ist das individuelle Empfinden der entscheidende Indikator, ob sich eine Tape-Behandlung eignet. Denn trotz der elastischen Eigenschaften der Tapes, stellt dieses eine Zugbelastung für die Haut dar.

Tape Anwendung bei schwacher Haut und instabilem Bindegewebe

Die Hautqualität des einzelnen Patienten sollte beim Taping ebenfalls beachtet werden. Schwaches Bindegewebe bei dünner und schlaffer oder faltiger Haut kann zu Blutergüssen führen. Daher sollte dies besonders bezüglich der Tape Anwendung bei älteren Menschen unbedingt geprüft werden. Dies heißt nicht, dass ältere Menschen grundsätzlich von einer Tape-Therapie ausgeschlossen sind. Entscheidender Faktor bleibt das individuelle Hautbild. Denn auch jüngere Menschen können beispielsweise nach der Behandlung durch diverse Medikamente wie Cortison unter erschlafftem Bindegewebe leiden. Diesbezüglich ist auch der Körperbereich relevant. Rücken und Wade eignen sich daher oftmals besser für die Anwendung von Kinesiotapes geeignet als es Oberschenkel oder Oberarm sind.

Kinesiotape Anwendung bei Hautsensibilität und Hauterkrankungen

Bei Menschen mit empfindlicher Haut kann der Klebstoff oder der Farbstoff der Kinesiotapes allergische Reaktionen auslösen. Auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechten ist von einer Therapie durch Kinesiotapes abzusehen.

Kinesiotapes zur Anwednung bei Ödemen

Grundsätzlich lassen sich Ödeme sehr gut durch Kinesiotaping behandeln. Bei größeren Ödemen sollte jedoch bedacht werden, dass die Flüssigkeitszufuhr über das Lymphsystem zu den Venen stark ansteigt, was wiederum eine Mehrbelastung für das Herz bedeutet. Herzschwache Menschen sind in diesem Fall gut beraten, von einer Tape-Therapie abzusehen.

Kinesiotape bei einer Schwangerschaft

In den ersten drei Monaten wird im Bereich des Bauchs bei einer schwangeren grundsätzlich auf Kinesiotaping verzichtet. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Belege, dass Kinesiotapes eine negative Wirkung auf die Schwangerschaft haben können, allerdings gilt dies als reine Vorsichtsmaßnahme. Bei problemlos verlaufenden Schwangerschaften eignen sich vor allem Rücken- und Beckentapings nach den ersten drei Monaten für eine Anwednung. Typische Schwangerschaftsprobleme wie frühzeitige Wehen untersagen wiederum die Tape-Therapie während der Schwangerschaft.

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