Foam Roller – Selbstmassage des Triggerpoints

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Ein steifer Nacken oder chronische Rückenschmerzen sind typische muskuläre Leiden – nicht nur bei Sportlern. Auch der einfache Büroalltag zerrt an der Physis. Gerade deswegen sollte und muss der Körper wie jedes andere gute „Werkzeug“ regelmäßig gewartet werden. Und das am besten nicht erst, wenn es bereits zu spät ist. Das perfekte Instrument hierfür ist der Foam Roller und die Selbstmassage des Triggerpoints.

Doch nur die wenigsten Menschen ergreifen geeignete physiotherapeutische Maßnahmen, um Muskeln zu stärken, schützen und zu regenerieren. Dabei ist der Besuch bei einem Physiotherapeuten gar nicht unbedingt notwendig. Denn mit der Triggerpoint Massage sollen Muskelschmerzen auch von Laien therapeutisch behandelt werden können.

Foam Roller - Selbstmassage des Triggerpoints

Triggerpoint

Triggerpoints setzen sich aus zwei englischsprachigen Wörtern zusammen. „Trigger“ bedeutet so viel wie „auslösen“, „Point“ meint in diesem Fall ganz einfach „Punkt“ oder „Stelle“. Und genau damit ist bereits das entscheidende Merkmal der Triggerpoints beschrieben. Denn diese einzelnen Punkte in der menschlichen Skelettmuskulatur lösen Schmerzen aus. Diese Schmerzen können prinzipiell in jedem Muskel auftreten, lassen sich mit der Triggerpoint Massage aber auch individuell behandeln.

Physiologisch betrachtet ist ein Triggerpoint eine intramuskuläre Verhärtung. Bei Druckeinwirkung lösen die Triggerpoints einen Übertragungsschmerz aus. Man bezeichnet dies als „referred pain“. Triggerpoints aktivieren die muskulären Schmerzsensoren bei Kompression. Eine ständige Kontraktion der Muskelfasern macht diese hypersensibel. Chronische Muskelschmerzen sind die Folge.

Wie entstehen Triggerpoints?

Ist von Triggerpoints die Rede, wird häufig auch von myofaszialen Schmerzen gesprochen, die einigen Menschen sicherlich noch als „Muskelschwiele“, „Myogelose“ oder „Muskelhartspann“ bekannt sein werden. Heutzutage werden all diese Leiden unter der Begrifflichkeit „myofaszialer Schmerz“ zusammengefasst.

Diese Schmerzen können ganz verschiedene Ursachen haben und treten bei vielen unterschiedlichen Personenkreisen auf. Triggerpoints oder myofasziale Schmerzen sind Stoffwechselstörungen des Muskels, die aus einer permanenten Über- oder Fehlbelastung der Muskeln resultieren. Besonders gefährdet sind untrainierte Personen mit schwacher Skelettmuskulatur. Bereits leichte Zwangshaltungen im Alltag, beispielsweise beim Sitzen auf dem Bürostuhl, können die sensible Muskulatur überbelasten und chronische Schmerzen auslösen.

Doch auch trainierte Personen sind vor diesem Symptom nicht gefeit. Hohe Kraftanstrengungen gelten ebenso als auslösende Effekte für Triggerpoints wie beispielsweise sehr feuchtes und kaltes Wetter, virale Effekte oder spezifische Krankheiten, welche die Skelettmuskulatur schwächen.

Myofasziale Schmerzen können auch aus einer psychischen Überbelastung resultieren. Hoher beruflicher Druck, familiärer Stress oder ähnliche belastende Lebenssituationen modifizieren das Verhalten des menschlichen Nervensystems, was hierdurch anfälliger für Störungen, Verletzungen und Schmerzen wird.

Wie machen sich Triggerpoints bemerkbar?

Myofasziale Schmerzen besitzen die Eigenschaft, nicht ausschließlich im Schmerzpunkt zu wirken. Dies bedeutet, dass ein Triggerpoint, der beispielsweise im Kapuzenmuskel lokalisiert ist, bis in den oberen Nackenbereich oder sogar bis zur Schläfe ausstrahlen kann.

Myofasziale Schmerzen gehen in der Regel mit einer starken Minderung der Lebensqualität einher. Folgende Symptome können unter anderem auf Triggerpoints zurückzuführen sein:

  • Krämpfe
  • Muskelzittern
  • Muskelfaser- und Muskelbündelrisse
  • Sehnenentzündung
  • Verkrümmung der Wirbelsäule / Rückenschmerzen

Triggerpoints haben zur Folge, dass die persönliche Mobilität stark eingeschränkt wird und ein geregelter Alltag kaum noch möglich ist.

Triggerpoints lokalisieren und behandeln

Die große Herausforderung in der Behandlung der Triggerpoints besteht in der Schwierigkeit, die Schmerzpunkte erst einmal zu lokalisieren. Wie bereits erwähnt, zeichnen sich Triggerpoints durch einen Übertragungsschmerz aus, der häufig da Schmerzen verursacht, wo die Schmerzursache gar nicht lokalisiert ist. Laien begehen daher häufig den Fehler, die therapeutischen Maßnahmen dort einzusetzen, wo der Schmerz wahrgenommen wird , anstatt die Therapie auf den eigentlichen Schmerzpunkt zu konzentrieren. Das Resultat ist eine Fehlbehandlung und der Schmerz kann sich als chronisches Symptom manifestieren.

Die Triggerpoint Therapie zielt auf die Reduktion respektive die Deaktivierung der kontrahierten Muskelfasern ab. Während diese Art Schmerz noch vor einiger Zeit standardisiert von Physiotherapeuten durch Akupressur, Akupunktur oder auch die Stoßwellentherapie behandelt wurde, greifen immer mehr Menschen und auch Therapeuten zu manuellen Massagetechniken.

Unter Laien hat sich zur Selbstbehandlung der Triggerpoint Foam Roller etabliert.

Foam Roller und dessen Funktion

Beim Foam Roller handelt es sich um eine Kunsttstoffrolle, die mittlerweile in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich ist. Sie dient dem „self-myofascial-release“, was vereinfacht nichts anderes als „Massage“ bedeutet, mit der die faszialen Restriktionen, also Verhärtungen oder Verklebungen des Muskels, gelockert und der Schmerz abgebaut werden soll.

Die Anwendung erfolgt, indem der Schmerzleidende eine Körperpartie, in welcher der Triggerpoint lokalisiert wurde, auf die Kunststoffrolle drückt und durch Reibung/Bewegung eine Selbst-Massage durchführt. Prinzipiell ist der Foam Roller für jede Körperstelle geeignet. Einfach gesprochen wird durch die Massage eine reaktive Hyperämie, eine Mehrdurchblutung des Muskels, ausgelöst. Der angeregte Muskelstoffwechselprozess führt letztendlich eine Lockerung des Muskels herbei.

Video zum Thema: Foam Roller und triggerpoint

Fazit zum Foam Roller

Dass Schmerzpunkte oder Triggerpoints durch Massage-Techniken gelöst werden können, das bleibt wohl unbestritten. Das Problem liegt eindeutig in der Lokalisierung der Punkte. Die wissenschaftliche Studie zur Triggerpoint-Diagnose zeigt, dass es bis dato noch keine exakten Schemata zur Lokalisierung von Triggerpoints gibt. Gerade für Laien dürfte es demnach schwierig werden, Triggerpoints überhaupt zu finden und demnach auch zu behandeln.

Eine Behandlung durch einen ausgebildeten Physiotherapeuten kann der Foam Roller demnach nicht ersetzen. Allerdings ist die Triggerpoint Therapie mithilfe der Kunststoffrolle eine sehr effektive Möglichkeit, möglichen Schmerzpunkten respektive Muskelverhärtungen vorzubeugen und somit als Präventionsmaßnahme zu empfehlen.

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